Beratungsstelle Opferhilfe Aargau/Solothurn BERATUNGSSTELLE
OPFERHILFE
AARGAU
SOLOTHURN
Beratungsstelle Opferhilfe
Aargau Solothurn
Vordere Vorstadt 5
5001 Aarau
Tel 062 835 47 90
Fax 062 822 10 84
beratungsstelle@opferhilfe-ag-so.ch
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Strafverfahren
Aufgrund Ihres Strafantrages wird die Polizei und die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung einleiten. Der Staatsanwalt oder die Staatsanwältin entscheidet nach Abschluss der Strafuntersuchung darüber:
  • ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. wenn sich der Tatverdacht nicht erhärten lässt und nicht genügend Beweise vorliegen)
  • ob das Verfahren mit einem Strafbefehl abgeschlossen wird (wenn der beschuldigte Täter oder die Täterin geständig oder der Sachverhalt anderweitig ausreichend geklärt ist und eine Busse oder Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von max. 6 Monaten in Frage kommen)
  • oder ob das Verfahren, insbesondere wenn höhere Strafen in Frage kommen, an ein urteilendes Gericht überwiesen wird.
Falls Sie sich nicht als Privatkläger oder Privatklägerin erklärt haben, ist es möglich, dass das Verfahren mit einem Strafbefehl oder Urteil erledigt wird und Sie nichts mehr hören. Oder Sie werden allenfalls noch als Zeuge oder Zeugin vorgeladen.

Falls Sie sich als Privatkläger oder Privatklägerin erklärt haben, bekommen Sie eine Einladung zur Einvernahme bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft, d.h. Sie müssen zu diesem Termin gehen – sonst gilt Ihre Privatklage als zurückgezogen.

Die Staatsanwaltschaft kann Sie auch, zusammen mit der angeschuldigten Person, zu einer Vergleichsverhandlung vorladen. In diesen Verhandlungen geht es darum, dass der oder die Angeschuldigte sich bei Ihnen entschuldigt und sich bereit erklärt, die Ihnen entstandenen Unkosten und eventuell eine Genugtuung zu übernehmen. Im Gegenzug erklären Sie sich bereit, den Strafantrag zurück zu ziehen.
Wenn ein Vergleich abgeschlossen wird, wird das Verfahren beendet, das heisst, es gibt kein Urteil.
Wenn Sie keinen Vergleich abschliessen wollen, führt die Staatsanwaltschaft die Untersuchung weiter. Falls der oder die Angeschuldigte die Tat zugibt oder sie ihm oder ihr nachgewiesen werden kann, wird in der Regel eine bedingte Busse oder eine bedingte Gefängnisstrafe ausgesprochen.
Ausserdem wird der oder die Angeschuldigte meistens verurteilt, Ihre Kosten sowie die Verfahrenskosten zu übernehmen.

Wir bitten Sie, zu beachten, dass bei minderjährigen Tätern oder Täterinnen etwas andere Regelungen im Strafverfahren (Jugendgerichtsverfahren) gelten!


Informationen zum Ausdrucken
Infoblatt zu Strafanzeige und Privatklage

Infoblatt zum Ablauf eines Strafverfahren

Infoblatt zu Rechten von Opfern